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Thema Aktuell

Ein bewährter Bürgermeister und viel Rat vom Gebhardshainer Land

Ergebnis der Wahlen zum Bürgermeister und dem Verbandsgemeinderate der Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain (18.9.2016)

Die Wahl des Bürgermeisters der neuen Verbandsgemeinde lieferte kurioserweise ein fast exaktes statistisches Spiegelbild des Lebensalters der beiden Kandidaten: Pro Lebensjahr gab es 1,2%-Punkte vom Wähler für jeden der beiden Kandidaten. So bekam der junge Herausforderer Simon Bäumer (CDU) 30,8% der Stimmen, und der erfahrene Bürgermeister der Stadt und Verbandsgemeinde Betzdorf Bernd Brato (SPD) durfte sich über 69,2% der Stimmen freuen. Chapeau!

Das war angesichts der bisherigen Dominanz der CDU in der VG Gebhardshain nicht unbedingt so zu erwarten. Aber selbst in den CDU Hochburgen bekam Bäumer nicht einmal die vollen Stimmen der eigenen CDU-Wähler, so dass Brato hier fast 58% erzielen konnte. Und in Betzdorf wird Brato als Bürgermeister seit Jahren parteiübergreifend geschätzt, was sich in satten 78% niederschlug. Das zusammen ergibt eine Zweidrittelmehrheit – Zeichen für die Anerkennnung der bisherigen Arbeit von Brato und das Vertrauen für die Arbeit in der neuen Verbandsgemeinde.

Der Rat der neuen Verbandsgemeinde zeigt nahezu ein Gleichgewicht von CDU als stärkster Fraktion (38,8%/14 Sitze) und der SPD mit nur einem Sitz weniger (38,0%/13). Drittstärkste Gruppe wurde die FWG (14,1%/5). Dazu kommen zwei Vertreter der Grünen (4,6%) sowie jeweils einer der FDP (3,0%) und der Linken (1,4%.

  • Am stärksten verbessert hat sich die SPD, deren Stimmanteil in der VG Betzdorf um14%-Punkte und in der VG-Gebhardshain um 5%-Punkte stieg.

  • Die CDU verlor jeweils rund 10% resp. 9%-Punkte.

  • Auch die FWG musste spürbare Einbußen hinnehmen.

  • Für Grüne, FDP und Linke war das Gebhardshainer Land Neuland, traten sie da doch 2014 noch gar nicht hier an. Entsprechend bescheiden waren die Ergebnisse.

Vertrauen muss aber im neuen Rat erst einmal geschaffen werden. Man kennt ja auch die Mitglieder aus der jeweils anderen bisherigen Verbandsgemeinde noch nicht so. Da lohnt dann schon mal ein kleiner Blick auf die Statistiken:

  • Regionen: 64% der Mitglieder des Rats kommen aus der VG Gebhardshain, und nur 36% aus der VG Betzdorf. Der Anteil der Stimmen aus der VG Gebhardshain machte zwar nur 44% aus, aber das Kumulieren der Stimmen brachte - vor allem in der Liste der CDU - mehr Kandidaten aus der VG Gebhardshain in den gemeinsamen Verbandsgemeinderat.

  • Im Rat sind nur fünf Frauen vertreten, aber 31 Männer. Da hat sich im Vergleich zur bisherigen Situation trotz aller Anstrengungen seitens der großen Politik noch nichts getan.

  • Das Durchschnittsalter der Ratsmitglieder liegt bei 53 Jahren (zum Vergleich: Bundestag 50 Jahre). Insofern es keine Wechsel gibt, wird das also bis zum Ende der Legislaturperiode auf 56 Jahre steigen. Und die Ratsmitglieder der FWG und FDP werden dann langsam auf die 70 zugehen. Es wäre schon etwas seltsam, wenn bei einer solchen Konstellation der Jüngste bei der Sitzung des Rates ausgerechnet der Bürgermeister gewesen wäre…

Aber dieses Amt bekommt nun Bernd Brato. Für einen SPD-Bürgermeister ist das insgesamt keine leichte Konstellation, aber das hat er ja in der Vergangenheit schon einmal gemeistert. Seinerzeit (2006) hatten wir geschrieben: „Es bleibt zu hoffen, dass diese Konstellation gemeinsame Sachaufgaben in den Vordergrund stellt und nicht zum Spielfeld parteipolitischer Balgereien wird.“ Wenn man sich daran hält, gibt es nichts, das einer erfolgreichen (Zusammen-)Arbeit für die neue Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain im Wege steht. Glückauf!

 

18.9.2016

Dr. Peter Lindlein

Anhang: Statistiken

Anzahl der Sitze      
Partei Aus VG Betzdorf Aus VG Gebhardshain Gesamt
CDU 3 11 14
Die Linke 1 1
FDP   1 1
FWG 1 4 5
Grüne 1 1 2
SPD 7 6 13
Gesamtergebnis 13 23 36

 

Durchschnittsalter      
Partei Frauen Männer Gesamt
CDU 49 56 55
Die Linke   33 33
FDP   64 64
FWG   63 63
Grüne 46 55 51
SPD 35 51 49
Gesamtergebnis 43 55 53

 

P.S.: Diese Seite wird Ende des Jahres in der neuen Website www.betzdorf-gebhardshain.com aufgehen.

 


Bildband über Betzdorf
Nach zweijähriger Arbeit wurde das Buch "Betzdorf im Blick"  2014 vorgestellt
.

Bei einem Pressetermin stellte Bürgermeister Bernd Brato im Rathaus den Lokalredakteuren von Rhein-Zeitung, Siegener Zeitung und AK-Kurier den Bildband "Betzdorf im Blick" vor.
Das Buch zeigt jenseits der Tagesaktualität die Gegenwart und lokale Geschichte der Verbandsgemeinde. Mit Landschafts- und Naturaufnahmen, doppelseitigen Panorama- und Luftbildern der Ortsgemeinden, Photos von Unternehmen, kulturellen Einrichtungen und Veranstaltungen und vielen Seitenblicke wird ein umfassendes Ortsportrait gezeichnet.
Den großen Photographen unserer Region, nämlich Edouard BALDUS (1813-1889) aus Grünebach, August SANDER (1876-1964) aus Herdorf und Bernd BECHER (1931-2007) aus Siegen, erweist Peter Lindlein mit Bildzitaten seine Reverenz.
Ergänzt werden die Bilder durch statistische Daten und präzise Orts- und Bildangaben, und zwar in gleich vier Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch und Türkisch.

Der 268 Seiten starke Band mit mehr als 200 aktuellen Photos wird allerdings zunächst nicht im Handel erhältlich sein, da sich die Verbandsgemeinde den Großteil der Erstauflage exklusiv gesichert hat. Das Buch wird von ihr als repräsentatives Geschenk für verdiente Bürger, Jubilare und offizielle Besucher sowie zu besonderen offiziellen Anlässen verteilt werden.
Auf unserer Website haben Sie hier die Möglichkeit, in dem Band als elektronischem Buch zu blättern. Aus datentechnischen Gründen mußten allerdings Umfang, Größe und Auflösung reduziert werden.  (20.1.2014)

>>> Zum E-Book "Betzdorf im Blick"


Spaziergang durch die Geschichte der Bahnhofstraße in Betzdorf

 36 Ansichtskarten und Photos aus den Jahren 1898-1965 zeigen die Entwicklung der Betzdorfer Bahnhofstraße, wie sie vor der Stadtsanierung und Einführung der Fußgängerzone in den 1970er Jahren aussah. Sie erinnern an eine Zeit, als hier ein Geschäft neben dem anderen eröffnet wurde, als fast alle Männer noch Hüte trugen,  man an jeder Ecke Zigarren kaufen konnte, über die Zerstörung im 2. Weltkrieg bis hin zu den Jahren des Wirtschaftswunders. Sie zeigen aber auch, daß diese Straße längst nicht so prächtig war, wie wir sie vielleicht in Erinnerung haben.  >>> Zur Bilder-Galerie Bahnhofstraße